BHKW Wartung

Auch solide BHKWs benötigen in regelmäßigen Intervallen eine fachkundige Wartung. Nur so kann die Lebensdauer des BHKWs erhöht und der technischen Abnutzung entgegengewirkt werden. Wie häufig ein BHKW konkret gewartet werden muss, hängt von den spezifischen, empfohlenen Angaben des Herstellers und der Laufleistung ab. So können Wartungsarbeiten notwendig werden, wenn Schmieröl oder andere Betriebsstoffe nachgefüllt werden müssen, oder wenn diverse Verschleißteile einmal ausgetauscht werden müssen. Zudem können immer wieder kleinere Defekte auftreten, die im Rahmen einer Wartung oder Inspektion behoben werden. Zur Wartung gehört in der Regel nicht die Reinigung des BHKWs, dies übernimmt der Besitzer in der Regel selbst.

Weitere Informationen zur BHKW Wartung

Bei den Blockheizkraftwerken gibt es unterschiedliche Typen, daher gibt es auch große Unterschiede bei den Wartungsintervallen und den mögliche Kosten für die Wartung. Grundsätzlich ist ein Komplett-Paket sicher sinnvoll. Dabei handelt es sich um einen so genannten Vollwartungsvertrag, den die Besitzer mit dem Hersteller auch einem spezialisierten Installateur-Betrieb abschließen. Im Allgemeinen liegen hier die Kosten pro Kilowatt erzeugtem Strom bei mindestens drei Cent. Dies ist ein wichtiger Wert, den die Verbraucher immer mit in die Kalkulation der Wirtschaftlichkeit mit einbeziehen sollten.

BHKW Wartung mit Verbrennungsmotor

Wenn ein BHKW mit einem Verbrennungsmotor ausgestattet ist, sollte das Gerät alle 2.500 bis 4.000 Stunden  Laufzeit überprüft und gewartet werden. Hier sind die Wartungskosten mit etwa 350 Euro im Durchschnitt zu veranschlagen. Es gibt viele Hersteller, die hier etwas höher oder niedriger als der Durchschnitt liegen. Man kann die Wartungsarbeiten durchaus mit der Inspektion eines PKW-Motors vergleichen. Dazu gehört etwa der Ölwechsel. So müssen auch beim BHKW in bestimmten Abständen das eine oder andere Ersatzteil ausgetauscht werden. Hier sind z.B. die Zündkerzen oder die Zylinderköpfe zu nennen. Für diese Ersatzteile fallen dann individuell zusätzliche Kosten an.

BHKW Wartung mit Stirlingmotor

Wenn ein BHKW mit Stirlingmotor ausgestattet ist, ist die Wartung etwa alle 5.000 bis 8.000 Betriebsstunden notwendig. Manche Hersteller versprechen auch seltenere Wartungsintervalle. Im Wesentlichen fällt der allgemeine Verschleiß beim Stirlingmotor geringer aus und somit ist auch die Lebensdauer in der Regel höher.

Grundsätzliches zur Pflege und Wartung

Wie erwähnt, sind die richtige Pflege und die Wartung durch Fachpersonal unerlässlich, damit ein Blockheizkraftwerk zuverlässig läuft. Neben Ölwechsel gehören dazu auch Filterwechsel, die Einstellung des Ventilspiels und vieles mehr. Experten unterscheiden übrigens zwischen einer normalen Regelwartung oder Teilwartung sowie dem erwähnten Vollwartungsvertrag.

Unterschied Regelwartung und Vollwartungsvertrag

Zur Regelwartung oder Teilwartung gehören die Kontrolle der Schrauben und Verschraubungen, die Erneuerung der Zündkerzen, die Kontrolle der Flüssigkeitskreisläufe, die Kontrolle der Abgasstrecke, die Kontrolle der Betriebs- und Leistungswerte, Ölwechsel und Filtererneuerung (Ölfilter, Kraftstofffilter, Luftfilter). Hier müssen die Besitzer mit Kosten zwischen 1,8 und 2,5 Cent pro Kilowattstunde erzeugtem Strom rechnen.

Beim Vollwartungsvertrag kommen zur Teilwartung die Behebung von Defekten, die Instandhaltungskosten, Ersatzteile sowie Lohn- und Fahrtkosten dazu. Damit liegen dann die Kosten bei etwa 3,2 und 5, 0 Cent pro Kilowattstunde Strom, abhängig vom Typ des BHKWs, der Herstellers, Entfernung des Betriebs und der Vertragsdauer. Meist wird dann halbjährlich abgerechnet.

Laufenden Kosten des BHKW

Fachbetriebe können zu den konkreten Kosten genaue Angaben machen. Übrigens: Hier sind auch gewisse Fördermöglichkeiten zu beachten, was die regelmäßigen und laufenden Kosten des BHKW senken kann. Zum einen ist hier die Rückzahlung der Energiesteuer zu nennen. Wenn das BHKW jährlich einen Mindestnutzungswert von 70 Prozent erreicht, wird die gezahlte Energiesteuer erstattet. Bei Erdgas sind das z.B. 0,55 Cent pro kWh. Außerdem gibt es gesetzlich festgelegte Zuschlagszahlungen für den mit dem BHKW erzeugten Strom. Nicht zu vergessen sei die Vergütung für die Einspeisung des Stroms, der mit dem BHKW erzeugt wird. Wer den so erzeugten Strom dem regulären Stromnetz zuführt, bekommt vom Stromnetz-Betreiber einen zuvor ausgehandelten Betrag pro Kilowattstunde. Damit sind die laufenden Kosten und die Wartung ein weiterer wichtiger Faktor für die Kaufentscheidung und Wirtschaftlichkeit eines Blockheizkraftwerks.