Blockheizkraftwerk Stromspeicher

Betreiber von Blockheizkraftwerken können och ein Stück unabhängiger werden, wenn sie einen Stromspeicher nutzen. Bei einem Blockheizkraftwerk wird nicht nur Wärme sondern auch gleichzeitig Strom produziert. Um für ein Haus die Größe eines BHKW festzulegen, wird als erstes der Wärmebedarf geprüft. Überschüssige Wärme kann dabei in sogenannte Warmwasser-Speicher gelagert werden. Beim Strom sieht es  meist so aus, dass bei einem BHKW Strom die Energie direkt im Haus genutzt wird. Wird mehr Strom produziert, als was benötigt wird, dann kann der Strom ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Dafür erhält der BHKW Besitzer einen festen Satz an Vergütung, welches auch unter dem Begriff Einspeisevergütung bekannt ist.

BHKW-Stromspeicher sind eine gute Idee

Je nach Inbetriebnahme des BHKW ist auch die Höhe der Einspeisevergütung unterschiedlich. Meist liegt die Vergütung unter dem aktuellen Strompreis. Daher ist es oft sinnvoller sich die Einspeisevergütung zu sparen und stattdessen den Strom selbst zu speichern und sich so den Zukauf von Strom ersparen könnte. Zu diesem Zweck sind sogenannte BHKW Stromspeicher gedacht. Ist niemand zu Hause und wird nur wenig Strom für die angeschlossenen Elektrogeräte benötigt, kann in dieser Zeit der Strom gut gespeichert werden. Ein BHKW Stromspeicher erlaubt es dem Hausbesitzer, den produzierten Strom dann zu verbrauchen, wenn dieser auch zu Hause ist, unabhängig davon, wann dieser produziert worden ist.

Nachrüstung eines BHKW Stromspeichers für bereits bestehende Blockheizkraftwerke

Da es schon länger BHKW gibt, ist die Frage, ob auch die alten Geräte mit einem BHKW Stromspeicher nachgerüstet werden können. Grundsätzlich ist dies bei allen Modellen möglich, aber nicht immer rentiert sich auch diese Nachrüstung. Es ist daher ratsam die Kosten für die Neuanschaffung inklusive Stromspeicherung und Kosten für Zukauf von Strom durchzurechnen, ehe die Neuanschaffung getätigt wird.

Funktion eines BHKW Stromspeichers

Vom Prinzip her funktionieren die BHKW Stromspeicher auch nicht anders, als wie normale Akkus. Es wird Strom dabei zugeführt und in chemische Energie umgewandelt. Bei der Entladung des Speichers kehrt sich das Ganze um und es kommt wieder Strom heraus. Bei dem Kauf von einem Blockheizkraftwerk Stromspeicher kann man zwischen Akkus mit Blei-Elektroden in konzentrierter Schwefelsäure oder Lithium-Ionen wählen.

Blei-Stromspeicher und Lithium-Stromspeicher

In vielen Bereichen haben sich die Blei-Stromspeicher schon bewährt, denn sie ist bereits in Autobatterien verbaut. Sie sind im Einkauf vergleichsweise günstig und besitzen zudem eine geringe Energiedichte, was sich in ihrer Größe zeigt. Da sich jedoch genug Platz meist im Keller befindet, ist die Größe unbedeutend bei der Wahl des richtigen BHKW Stromspeichers. Einziger Nachteil bei dieser Wahl des Akkus ist der Wirkungsgrad von rund 60 bis 70 Prozent. Ebenso zeigen sich nur 50 bis 60 Prozent bei der Entladungstiefe.

Anders sieht es hier bei dem Lithium-Stromspeicher aus. Dieser besitzt eine hohe Energiedichte und ist auch kompakt gebaut. Dieser Stromspeicher wird bereits in Smartphones mit Lithium-Akkus verwendet. Besonders die Effizienz bei Lithium Stromspeicher ist hervorzuheben, denn die Wirkungsgrade erzielen hierbei bis zu 90 Prozent und auch die Entladungstiefe liegt um zwanzig Prozent höher als beim Blei-Stromspeicher, nämlich bei 80 Prozent. Das spiegelt sich auch in der längeren Lebensdauer wieder. Dafür ist der Preis um einiges höher als beim Blei-Stromspeicher.

Wo liegen die Vor- und Nachteile von BHKW Stromspeicher?

Da die Strompreise in den letzten Jahren stetig gestiegen sind, können BHKW Stromspeicher ein Teil der Kosten auffangen, wenn der ungenutzte Strom bis zum Gebrauch gelagert werden kann. Die Einnahmen für die Einspeisung ins Stromnetzt sind oft so gering, dass es vorteilhafter ist, den Zukauf von Strom zu senken. Auch ein Nachrüsten für bereits bestehende BHKW ist möglich.

Der große Nachteil dabei sind die Kosten, denn bisher sind BHKW Stromspeicher nicht wirklich rentabel. Nichts spricht dagegen, dass die Stromkosten reduziert werden können, aber unter dem Strich zeigt sich, dass noch immer der hohe Anschaffungspreis viele abschreckt. Die Zukunft wird zeigen, ob dieser Nachteil durch die große Nachfrage und Massenproduktion gemindert werden kann.